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26 ERC Grants in Bern innerhalb von 10 Jahren

2017 feiert der Europäische Forschungsrat (ERC) sein zehnjähriges Jubiläum. Von seinen beliebten Förderungsprogrammen profitiert auch die Forschung an der Universität Bern: Seit der Gründung gingen insgesamt 26 «ERC Grants» nach Bern.

Mit dem Ziel, exzellente Forscherinnen und Forscher in ganz Europa zu fördern, wurde der Europäische Forschungsrat 2007 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen. Hinter der Gründung stand und steht die Überzeugung, dass Grundlagenforschung zentral wichtig ist für die Entwicklung unserer Gesellschaft.

Der ERC ist Teil und Flaggschiff-Komponente von «Horizon 2020», dem aktuellen EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation. Seine Förderungsgelder werden in Form von «Grants» verteilt: Starting Grants (bis zu 1,5 Millionen Euro), Consolidator Grants (bis zu 2 Millionen Euro), Advanced Grants (bis zu 2,5 Millionen Euro) und Proof of Concepts. Mit diesen Förderungsinstrumenten hat der in Brüssel ansässige Europäische Forschungsrat in seinem zehnjährigen Bestehen knapp 7'000 Forscherinnen und Forscher in Europa mit insgesamt 12 Milliarden Euro unterstützt.

Wichtige Säule in der Nachwuchsförderung

Die Universität Bern hat seit Beginn der ERC-Vergaben insgesamt 26 ERC Grants mit einer Dotation von rund 42 Millionen Euro erhalten. Darunter fallen 14 Starting Grants, 7 Consolidator Grants, 4 Advanced Grants sowie ein Proof of Concept. Seit der Gründung des ERC im Jahr 2007 werden die Antragstellenden seitens der Universität Bern aktiv unterstützt: «Der Universitätsleitung war die Unterstützung der Starting Grants von Anfang an ein Anliegen – da dies der Nachwuchsförderung direkt dient», unterstreicht Daniel Candinas, Vizerektor Forschung.

Bestand die Förderung durch die Universität in den Anfangsjahren vor allem aus Coaching bei der Antragsformulierung, bei der Budgetplanung sowie bei der administrativen Abwicklung, hat sie sich seither zukzessive weiterentwickelt. Da bei den Starting und den Consolidator Grants die Principal Investigators ihr Projekt persönlich in Brüssel vorstellen und verteidigen dürfen, bietet das Grants Office der Universität Probeinterviews an, in dem die Brüsseler Interviews so realitätsnah als möglich simuliert werden. Konkret bedeutet dies, dass Expertinnen, Experten und Forschende, die sich in den Vorjahren erfolgreich um einen ERC Grant beworben haben, aktuelle Antragsstellende beraten, Rückmeldungen geben und Verbessserungsvorschläge einbringen.

Vorbereitung und Training im Hinblick auf die Bewerbung um die hochkompetitiven ERC Grants sind jedoch nicht die einzigen Massnahmen: «Wir möchten auch sicherstellen, dass ERC geförderte Forscherinnen und Forscher an der Universität Bern optimale Bedingungen vorfinden», betont Daniel Candinas. «Die ERC Grants sind wichtig für die Universität Bern. Aber wir dürfen selbstbewusst auch sagen: Die Universität Bern ist wichtig für den ERC und für Europa.»

17.03.2017

© ERC