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Matthias Egger zum Forschungsratspräsidenten des Schweizerischen Nationalfonds SNF gewählt

Der Stiftungsrat des Schweizerischen Nationalfonds hat Prof. Dr. Matthias Egger zum neuen Präsidenten des Forschungsrats gewählt. Egger leitet seit 2002 das Institut für Sozial- und Präventivmedizin an der Universität Bern. Der international bekannte Epidemiologe tritt sein Amt am 1. Januar 2017 an.

Matthias Egger freut sich auf sein Amt als Präsident des Forschungsrats: «Ich freue mich sehr als Präsident des Forschungsrats die Förderung der wissenschaftlichen Forschung in der Schweiz mitzugestalten. Besondes wichtig sind mir die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, Transparenz und Chancengleichheit, und Integrität.»

«Ehre für die Universität Bern»

Für Christian Leumann, Rektor der Universität Bern, ist der Erfolg von Matthias Egger kein Zufall: «Matthias Egger ist ein sehr engagierter Arzt und gleichzeitig ein kreativer Forscher mit internationalem Ansehen. Er hat das Institut für Sozial- und Präventivmedizin massgeblich mitgestaltet und ihm zu grosser internationaler Austrahlung verholfen. Es ist eine Ehre für die Universität Bern, dass wir in der Person von Matthias Egger den nächsten Forschungsratspräsidenten stellen dürfen.» Den Wermutstropfen, dass Egger sein Engagement am Institut für Sozial- und Präventivmedzin an der Universität Bern reduzieren wird, nimmt Leumann gern in Kauf. «Egger hat seine Planungs- und Koordinationsgabe bei mehreren internationalen Projekten unter Beweis gestellt. Er wird auch mit einem reduzierten Anstellungsgrad weiterhin wichtige Impulse für die Entwicklung des ISPM liefern können. Das Institut, die Fakultät und die Universitätsleitung werden ihn voll unterstützen.»

Erfolgreiche Forscherkarriere

Matthias Egger hat in Bern Medizin studiert und eine klinischen Weiterbildung mit Schwerpunkt Innere Medizin absolviert. Danach bildete sich Matthias Egger an der London School of Hygiene and Tropical Medicine in Epidemiologie weiter. Während mehreren Jahren arbeitete Egger an verschiedenen Universitäten in Grossbritannien, zuletzt als Professor für Epidemiologie und Public Health an der Universität Bristol. Seit 2002 leitet Matthias Egger das Institut für Sozial- und Präventivmedizin an der Universität Bern. Schwerpunkte seiner Forschung sind HIV/AIDS, Tuberkulose und Ebola. Seit 2009 war Matthias Egger Mitglied im Forschungsrat des Schweizerischen Nationalfonds (Abteilung Biologie und Medizin, Fachausschuss Interdisziplinarität). 2014 hat die niederländische Gesellschaft für Epidemiologie Matthias Egger den Achievement Award zugesprochen. Damit wurden dessen dessen wichtige Beiträge etwa im Bereich der Entwicklung von Methoden der Epidemiologie oder im Zusammenhang mit der Therapie der HIV Infektion im südlichen Afrika sowie seine herausragenden Fähigkeiten im Bereich der Lehre gewürdigt. Im Juni 2016 erhielt Matthias Egger erneut einen grossen Grant des National Institutes of Health (NIH) in den USA, um in Afrika über HIV, Tuberkulose und Krebs zu forschen.

23.09.2016