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Neuanstellungen Februar 2016

Ordentlicher Professor für Endokrinologie und Diabetologie

Die Universitätsleitung hat auf den 1. Februar 2016 Christoph Stettler für die neu geschaffene ordentliche Professur für Endokrinologie und Diabetologie gewählt. Vom Verwaltungsrat des Inselspitals wurde er zudem als Nachfolger von Peter Diem zum Direktor und Chefarzt der Universitätsklinik für Diabetologie, Endokrinologie, Ernährungsmedizin und Metabolismus (UDEM) bestimmt.

Christoph Stettler (44) ist in Bern und Paris aufgewachsen und hat an der Universität Bern Medizin studiert. Nach seiner Promotion im Jahr 1998 absolvierte er die Facharztausbildung für Innere Medizin an diversen auswärtigen Spitälern, bevor er 2003 ans Inselspital zurückkehrte und seine Fachausbildung in Endokrinologie/ Diabetologie begann, die er 2006 mit dem Facharzttitel abschloss. Parallel dazu begann er seine Forschungstätigkeit, wobei er von 2006 bis 2008 am Imperial College in London (Grossbritannien) tätig war. 2009 erlangte er die Venia docendi in seinem Fach an der Universität Bern und war seither als leitender Arzt auf der Endokrinologie/Diabetologie des Inselspitals tätig. Im Jahre 2012 wurde Stettler zum assoziierten Professor an der Medizinischen Fakultät befördert. Im Zentrum der Forschungstätigkeit Christoph Stettlers stehen translationale Ansätze zur Untersuchung von Mechanismen im Energiestoffwechsel bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 sowie neue technologische Ansätze zur Verbesserung von Therapien bei Patienten mit Typ- 1-Diabetes.

 

Ordentlicher Professor für Physikalische Chemie

Matthias Arenz wurde von der Universitätsleitung als Nachfolger von Thomas Wandlowski zum ordentlichen Professor für Physikalische Chemie gewählt. Er hat seine Stelle am 1. Februar 2016 angetreten. Arenz ist zudem neu Mitdirektor des Departements Chemie und Biochemie.

Matthias Arenz (42) ist im deutschen Aachen aufgewachsen und hat an der Universität Bonn Physik mit Nebenfach Chemie studiert. Für seine Diplomarbeit wechselte er 1998 in die Physikalische Chemie und promovierte dort 2002 unter Professor Klaus Wandelt. Ein sechsmonatiger Forschungsaufenthalt führte ihn während der Promotion an das Lawrence Berkeley National Laboratory der University of California (USA). Dorthin wechselte er ebenfalls 2002 für einen zweijährigen Postdoc-Aufenthalt mit einem Feodor Lynen Stipendium der Alexander von Humboldt Stiftung. Der Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Professor Ueli Heiz an der Technischen Universität München folgte dort 2006 die Etablierung einer unabhängigen Emmy Noether Nachwuchsgruppe. 2010 wurde Arenz Associate Professor an der University of Copenhagen (Dänemark). Im Zentrum der Forschungstätigkeit von Matthias Arenz stehen Materialien und Prozesse zur elektrokatalytischen Energieumwandlung.

 

Ausserordentliche Professorin für Historische Musikwissenschaft

Für die neu geschaffene ausserordentliche Professur für Historische Musikwissenschaft hat die Universitätsleitung Cristina Urchueguía gewählt. Sie hat ihre Stelle am 1. Januar 2016 angetreten. Urchueguía ist zudem neu Mitdirektorin des Instituts für Musikwissenschaft.

Cristina Urchueguía (50), geboren in Irún (Spanien), studierte zunächst am Conservatorio Superior de Música in Valencia Klavier, bevor sie zwischen 1990 und 1995 das Studium der Musikwissenschaft, Kunstgeschichte und Hispanistik an der Universität Würzburg absolvierte, wo sie 1999 promovierte. Sie arbeitete nach der Promotion an verschiedenen Editions- und Forschungsprojekten in München, Frankfurt, Göttingen und Zürich mit, beispielsweise am Bach-Institut und an der Arcangelo- Corelli-Gesamtausgabe. 2009 erfolgte ihre Habilitierung an der Universität Zürich. 2010 erhielt sie den Ruf als Assistenzprofessorin an die Universität Bern. Seit 2011 ist sie Studiengangleiterin des Masters «Research on the Arts»; seit 2012 Präsidentin der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft. Cristina Urchueguía vertritt sowohl die ältere Musikgeschichte als auch editionsphilologische Themen. Zu ihren Forschungsinteressen gehören die Musik des 16. Jahrhunderts, besonders in Südeuropa, die Reflexion über editionsphilologische Themen, der frühe musikalische Transfer zwischen den Kontinenten sowie das deutsche Singspiel. Ein besonderes Augenmerk Urchueguías liegt auf der Zusammenarbeit mit Musikern und Musikerinnen, die an der Aufführung älterer Musik beteiligt sind.

 

Ausserordentliche Professorin für Veterinärradiologie

Als Nachfolgerin von Johann Lang hat die Universitätsleitung Daniela Gorgas auf den 1. Februar 2016 für die ausserordentliche Professur für Veterinärradiologie an der Vetsuisse-Fakultät gewählt.

Daniela Gorgas (38) ist in Friedrichshafen am Bodensee (Deutschland) geboren und hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München Tiermedizin studiert. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als Assistenzärztin in einer privaten Kleintierklinik in Augsburg und promovierte währenddessen in München. Die Fachtierarztausbildung in Veterinärradiologie (Residency des European College of Veterinary Diagnostic Imaging) führte sie 2004 nach Bern. Nach Abschluss als Diplomate ECVDI und einem Auslandsaufenhalt an der University of Pennsylvania (USA) im Jahr 2007 arbeitete sie zunächst als Clinical Instructor und danach als Oberassistentin in der Abteilung klinische Radiologie am Departement für klinische Veterinärmedizin in Bern. Im Jahr 2011 wurde sie zur Assistenzprofessorin (non-tenure) in der Abteilung für Radiologie ernannt. 2013 übernahm sie die stellvertretende Leitung der Abteilung. Daniela Gorgas' Forschungsinteresse gilt vor allem der Neuroradiologie. In Zusammenarbeit mit der Neuropathologie untersucht sie Zusammenhänge zwischen dem Signalverhalten in der Magnetresonanztomographie und Gewebeeigenschaften bei Gehirn- und Rückenmarkerkrankungen. Ausserdem erforscht sie prognostische Einflussfaktoren auf die Heilung bei Bandscheibenpatienten. Daneben interessiert sie insbesondere die Weiterentwicklung der Schnittbildtechniken beim Pferd.

 

Ausserordentlicher Professor für Akutneurologie und Stroke

Die Universitätsleitung hat Urs Fischer auf den 1. Dezember 2015 für die neu geschaffene ausserordentliche Professur für Akutneurologie und Stroke gewählt.

Urs Fischer (41) ist in Bern aufgewachsen, studierte Humanmedizin in Bern, London, San Francisco und Lomé (Togo) und promovierte 2000 an der Universität Bern. Nach einer zweijährigen Tätigkeit am Bürgerspital Solothurn absolvierte er seine Ausbildung zum Neurologen am Berner Inselspital. Nach dem Facharzttitel in Neurologie erfolgte ein Auslandaufenthalt an der Stroke Prevention Research Unit der Universität Oxford (Grossbritannien). 2009 erwarb er dort einen «Master of Science by Research in Clinical Neurology». Nach seiner Rückkehr nach Bern arbeitete er als Oberarzt in der Neurologischen Universitätsklinik. Seit 2011 leitet Urs Fischer das Notfall- und Konsiliarteam Neurologie am Inselspital. Im gleichen Jahr habilitierte er und wurde 2014 zum assoziierten Professor und zum leitenden Arzt ernannt. Seit 2015 ist er Co-Leiter des Stroke Center Bern und Co-Direktor der Clinical Trial Unit Bern. Urs Fischers Forschungsschwerpunkt liegt in der Behandlung von Patienten mit akutneurologischen Erkrankungen. Er ist zudem an randomisierten Studien bei Patienten mit sogenannt ischämischen und hämorrhagischen Hirnschlägen beteiligt. Durch seine Tätigkeit als Generalsekretär der europäischen Schlaganfallgesellschaft (European Stroke Organisation) ist Urs Fischer national und international vernetzt.

 

Ausserordentlicher Professor für Advanced Neuroimaging

Roland Wiest wurde von der Universitätsleitung per 1. Januar 2016 für die neu geschaffene ausserordentliche Professur für Advanced Neuroimaging gewählt.

Roland Wiest (49) stammt aus Schwandorf in Bayern und studierte Humanmedizin an der Universität Regensburg (Deutschland) und der Technischen Universität München. Dort promovierte er 1998 und absolvierte die Weiterbildung in Neurologie/Neurophysiologie sowie Radiologie/Neuroradiologie in München, Augsburg (Deutschland), Schaffhausen und Bern, wo er sich 2009 in klinischer Neurophysiologie (Neuroimaging) habilitierte. Seit 2011 ist er als leitender Arzt mit dem Schwerpunkt MR-Bildgebung am Institut für Diagnostische und Interventionelle Neuroradiologie des Inselspitals tätig. 2012 wurde er auf eine Assistenzprofessur mit Tenure Track für Advanced Neuroimaging berufen, verbunden mit der Leitung des neugegründeten Support Center of Advanced Neuroimaging (SCAN). Roland Wiests Forschungsschwerpunkt liegt in der Integration und klinischen Anwendung von neurophysiologischen und bildgebenden Untersuchungsverfahren in der prächirurgischen Epilepsiediagnostik. Zudem forscht er im Bereich der Bildnachverarbeitung mittels computergestützten Analyseverfahren zur Diagnostik, Risikoprognose und quantifizierten Verlaufsbeurteilung bei neurologischen Erkrankungen (Hirntumore, Multiple Sklerose, Schlaganfall und neurodegenerative Erkrankungen). 

 

Ausserordentlicher Professor für Nachhaltige Entwicklung

Peter Messerli ist von der Universitätsleitung auf den 1. Februar 2016 zum ausserordentlichen Professor für Nachhaltige Entwicklung ernannt worden. In dieser neu geschaffenen Position ist er auch affiliierter Professor am Geographischen Institut.

Peter Messerli (48) hat 1995 an der Universität Bern das Studium der Geographie abgeschlossen. Anschliessend verbrachte er vier Jahre in Madagaskar, wo er sich während seiner Dissertation mit alternativen Landnutzungsstrategien zu Brandrodungsfeldbau auseinandersetzte. Zwischen 2001 und 2006 koordinierte er den Nationalen Forschungsschwerpunkt Nord-Süd (NCCR Nord-Süd). Neben seinen Managementaufgaben hat er sich in dieser Zeit intensiv der Gestaltung von interdisziplinären, transdisziplinären und interkulturellen Forschungsvorhaben gewidmet. Anschliessend lebte er vier Jahre in Laos, wo er in seinem Habilitationsprojekt den Einfluss des globalen Wandels auf die Beziehungen zwischen Armut und Umwelt erforschte. Seit 2010 ist Messerli Direktor des CDE. Die Forschungsinteressen von Peter Messerli liegen in der nachhaltigen Nutzung von Landsystemen in Asien und Afrika unter dem Einfluss der Globalisierung und des globalen Wandels. Ausserdem beschäftigt er sich mit theoretischen und konzeptionellen Fragen nachhaltiger Entwicklung, mit inter- und transdisziplinären Forschungsansätzen sowie mit evidenzbasierten Politik- und Entscheidungsprozessen.

 

Ausserordentlicher Professor für Public Management und Organisation

Für die am Kompetenzzentrum für Public Management (KPM) neu geschaffene ausserordentliche Professur für Public Management und Organisation hat die Universitätsleitung auf den 1. Januar 2016 Claus Jacobs gewählt.

Claus Jacobs (45) hat an der Universität Witten/Herdecke (Deutschland) Wirtschaftswissenschaften studiert und am Trinity College Dublin (Irland) 2003 seinen Doctor in Philosophy (Ph.D.) erworben. Nach drei Jahren als Senior Research Fellow am Imagination Lab Lausanne arbeitete er bis 2013 als SNF Professor für Strategie und Organisation an der Universität St. Gallen, an der er sich 2011 auch habilitierte. Aktuell hat er eine Forschungsprofessur für Strategisches Management und Organisation an der Berner Fachhochschule inne. Forschungsaufenthalte führten ihn unter anderem nach Helsinki, Montréal, Oxford, Toulouse und Sydney. Claus Jacobs' wissenschaftliche Neugierde richtet sich auf Fragen organisationalen Wandels, organisationaler Identität sowie strategischer Arbeit in pluralistischen, multirationalen Organisationen. Diesen Themen widmet er sich auch im Dialog mit der Praxis durch beratende Tätigkeiten in der Strategie- und Organisationsentwicklung und Management-Weiterbildung. Er ist darüber hinaus Gastprofessor der Universität St. Gallen und Associate Fellow der Saïd Business School der University of Oxford.

 

Co-Leiterin des Zentrums für Interdisziplinäre Geschlechterforschung

Für die Nachfolge von Brigitte Schnegg hat die Universitätsleitung per 1. Februar 2016 Michèle Amacker zur Assistenzprofessorin für Geschlechterforschung (tenure track) gewählt. Sie hat gemeinsam mit Patricia Purtschert die Leitung des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung (IZFG) übernommen.

Michèle Amacker (35) wuchs im Aargau auf. In Fribourg studierte sie Sozialarbeit und Sozialpolitik, Sozialforschung sowie zeitgenössische Philosophie und doktorierte in Soziologie zu Prekarität und unbezahlter Sorgearbeit. Seit 2012 ist sie am IZFG tätig, wo sie unter anderem die Grundlagenforschung ausbaute und Forschungsmethoden unterrichtete. Nach dem Tod von Brigitte Schnegg im Frühjahr 2014 übernahm Michèle Amacker interimistisch die Co-Leitung des IZFG. Dabei war sie zuständig für den Bereich Forschung und Mandate und befasste sich unter anderem mit dem Zugang zur Justiz im Fall von Diskriminierung, mit Armut von Alleinerziehenden in der Schweiz und mit der Qualitätssicherung in der internationalen Zusammenarbeit. Aktuell leitet Michèle Amacker Forschungsprojekte zu sozialen Dienstleistungen in der schweizerischen Landwirtschaft (Care-Farming) aus der Perspektive sozialer Nachhaltigkeit, zur Diskriminierung am universitären Arbeitsplatz und zur Umstrukturierung des Detailhandels. Michèle Amacker ist im Vorstand der Schweizerischen Gesellschaft für Geschlechterforschung (SGGF) und Mitglied im Direktorium des Schweizerischen Kompetenzzentrums für Menschenrechte (SKMR) an der Universität Bern.

 

Co-Leiterin des Zentrums für Interdisziplinäre Geschlechterforschung

Für die Nachfolge von Brigitte Schnegg hat die Universitätsleitung per 15. Februar 2016 Patricia Purtschert zur ausserordentlichen Professorin für Geschlechterforschung gewählt. Sie hat gemeinsam mit Michèle Amacker die Leitung des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung (IZFG) übernommen.

Patricia Purtschert (43) hat an der Universität Basel und an der University of Ghana Philosophie, Geschichte und deutsche Literaturwissenschaft studiert. Anschliessend war sie als Assistentin am Zentrum Gender Studies der Universität Basel tätig. Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt an der University of California, Berkeley, promovierte sie 2005 in Philosophie an der Universität Basel mit einer geschlechtertheoretischen und postkolonialen Arbeit zu den Schriften G.W.F. Hegels und Friedrich Nietzsches. Darauf folgten Aufenthalte an der Université Paris X und der Humboldt Universität zu Berlin. Zudem nahm sie Lehraufträge an den Universitäten Basel, Zürich, Luzern und Frankfurt am Main wahr. 2010 bis 2014 führte sie an der ETH Zürich ein SNF Ambizione- Projekt zur postkolonialen Schweiz durch, aus dem ihre Habilitationsschrift im Fach Kulturwissenschaften resultierte. Thema der Arbeit ist die Bedeutung des Kolonialismus für die Herausbildung der Geschlechterordnung in der Schweiz des 20. Jahrhunderts. In ihrer Forschung beschäftigt sich Patricia Purtschert mit Geschlechtertheorien, dem Postkolonialismus, Culture sowie Queer Studies, der Relation von Macht, Wissen und Alterität sowie mit Widerstand und alternativem Wissen.

22.02.2016