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Erfolgreiche Kooperation der Universitäten Bern und Zürich mit der Wirtschaft

Die Zahl der Kooperationsprojekte mit Wirtschaftspartnern an den beiden Universitäten Bern und Zürich hat im letzten Jahr weiter zugenommen. Erfolgreich sind die beiden Universitäten auch bei der wirtschaftlichen Umsetzung von Forschungsergebnissen in neue Produkte. Diese erfolgt in Zusammenarbeit mit etablierten Firmen oder durch die Gründung von Spin-off Unternehmen.

Die von den beiden Universitäten Bern und Zürich vor über zehn Jahren gegründete Unitectra veröffentlichte heute die Zahlen zu den Technologie-Transferaktivitäten im Jahr 2009. Trotz weltweiter Wirtschaftskrise nahm die Zahl der Kooperationsprojekte mit Partnern aus dem privaten und öffentlichen Bereich weiter zu. Insgesamt wurden über 1000 neue Projekte gestartet (1052 Projekte, +17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Rund 45 Prozent der Projekte betrafen die Universität Bern, 55 Prozent die Universität Zürich. Von solchen Projekten profitieren sowohl die Universitäten als auch die Wirtschaft in vielfältiger Art und Weise. Die Fachstelle Unitectra stellt dabei sicher, dass die Interessen der Universitäten als öffentliche Institutionen gewahrt bleiben. Die Zahl der Kooperationsprojekte hat sich seit 2005 mehr als verdoppelt, was die Attraktivität der beiden Universitäten und ihrer Forschenden für die Wirtschaft belegt.

Forschungsprojekte der beiden Universitäten führen regelmässig zu wirtschaftlich interessanten Ergebnissen. Gemeinsam mit den Forschenden kümmert sich Unitectra um deren Verwertung durch die Lizenzierung des geistigen Eigentums an geeignete Unternehmen. So konnten im letzten Jahr wiederum 44 neue Lizenzen vergeben werden, unter welchen Firmen neue Produkte auf Basis der universitären Forschungsergebnisse entwickeln. In den letzten zehn Jahren wurden so gegen 40 Produkte unter Lizenz der beiden Universitäten erfolgreich im Markt eingeführt. Die Universitäten partizipieren dabei in Form von Lizenzeinnahmen am kommerziellen Erfolg.

Die wirtschaftliche Umsetzung solcher Forschungsergebnisse erfolgt in der Mehrzahl der Fälle durch bestehende Unternehmen. Je nach Situation werden dafür jedoch auch neue Start-up Firmen gegründet, so genannte universitäre Spin-off Unternehmen. Im letzten Jahr kam es zu neun solchen Firmengründungen. Von den 80 Unternehmen, die seit 1999 gegründet wurden, waren Ende 2009 noch 95 Prozent aktiv. Insgesamt wurden von diesen Firmen rund 1000 direkte Arbeitsplätze geschaffen. Zu den Spin-off Unternehmen der beiden Universitäten gehören unter anderem die Firmen Prionics, Hocoma, Esbatech, Cellntec Advanced Cell Systems und Kuros Biosurgery.

«Mit diesen Aktivitäten leisten die beiden Universitäten über ihre Kernaufgaben in Lehre und Forschung hinaus einen wichtigen volkswirtschaftlichen Beitrag und tragen massgeblich dazu bei, dass die Schweiz ein starker Innovationsstandort bleibt», sagte Peter Quadri, Verwaltungsratspräsident von Unitectra. «Unitectra stellt dabei gemeinsam mit den Universitätsangehörigen sicher, dass die zentralen Werte und Interessen der beiden Universitäten bei den Zusammenarbeiten mit der Wirtschaft vollumfänglich gewahrt bleiben.»

Über Unitectra 

Unitectra wurde 1999 gemeinsam von den Universitäten Bern und Zürich als nicht-gewinnorientierte Aktiengesellschaft gegründet und steht vollständig im Eigentum der beiden Universitäten. Sie erbringt für die Forschenden und die Universitätsleitungen diverse Dienstleistungen an der Schnittstelle zur Wirtschaft. Insbesondere kümmert sich Unitectra um die wirtschaftliche Umsetzung von Forschungsergebnissen durch den Schutz und das Management des geistigen Eigentums (Patente, Marken, etc.), das Aushandeln von Lizenzverträgen mit geeigneten Wirtschaftspartnern und die Unterstützung von Firmengründungen. Daneben unterstützt sie die Forschenden beim Aushandeln von Kooperationsverträgen und diversen anderen Arten von Interaktionen mit der Wirtschaft.

Quelle: Unitectra

26.05.2010